//Das Geheimnis der natürlichen Bewegung
Das Geheimnis der natürlichen Bewegung 2016-12-22T13:14:50+00:00

Das Geheimnis der natürlichen Bewegung

Der Bewegungsmangel als Hauptursache fast aller Krankheiten – Wir, die zivilisierten Menschen, leiden unter Bewegungsmangel. Überall heisst es: «Du sollst dich mehr bewegen!» Ist das aber schon die ganze Wahrheit und einzige Erkenntnis?

Wir beginnen mit unserem Exkurs beim Naturmenschen. Er geht 15 bis 20 km pro Tag, um sich sein tägliches Brot zu besorgen. Früher gingen wir alle täglich diese Distanz um uns selbst zu versorgen. Die Nahrung in Form von Bewegung war im Überfluss da. Der Naturmensch bewegt sich automatisch noch ausreichend. Heute gehen wir als zivilisierte Menschen gerade noch 800 Meter am Tag und die restliche Zeit sitzen wir. Man kann von einer «Bewegungs-Hungersnot» sprechen. Der Mangel an Bewegung ist oft der Ursprung von Schmerzen an Rücken, Hüften, Beinen und Füssen.

Was passiert, wenn man sich mehr bewegt, aber nicht natürlich?

Der menschliche Körper besitzt etwa 656 Skelettmuskeln, die verschiedenste Aufgaben haben, aber hauptsächlich Bewegungs- und Haltefunktionen erfüllen. Dabei bewegt und formt die oberflächliche Muskulatur den Körper und die Tiefenmuskulatur stärkt und stabilisiert den Rücken und die Gelenke.

Während die grossen, oberflächlichen Muskeln genügend Aufmerksamkeit bekommen, leiden bei der Mehrheit der Menschen die Tiefenmuskulatur unter extremer «Bewegungs-Hungersnot». Diese Unterversorgung der Tiefenmuskulatur kommt daher, dass der Körper dafür gemacht ist, barfuss und balancierend auf Naturboden zu gehen. Während beim Gehen auf flachen Böden v.a. die grossen Muskeln aktiv sind, erhalten diese immer genügend «Bewegungs-Nahrung». Ein Training der feinen Muskeln findet aber nur dann statt, wenn der Mensch «balancierend geht».

Das tat der Naturmensch früher automatisch bei jedem Schritt, wenn er sich barfuss auf unebenem Naturboden Boden fortbewegte. Beim gehen auf flachen Böden sind unsere kleinen Muskeln so inaktiv, als würden sie in einem Gips stecken. Wenn wir das ganze wieder mit dem Essen vergleichen, ist es so als ob wir keine Vitamine, Mineralstoffe und Vitalstoffe zu uns nehmen würden.

Qualität vor Quantität

Wir können noch so viel gehen, wenn die Qualität der Bewegung nicht stimmt, werden wir trotzdem unbeweglicher und der Gang wird immer noch schmerzhafter.
Wer rastet, der rostet. Dabei rastet zwar nicht der ganze Mensch, aber einzelne Muskeln und Muskelgruppen. Und das ist das viel grössere Problem als die Menge der Bewegung! Es genügt bei weitem nicht, zu sagen: «Ich gehe häufig walken, joggen oder wandern.» Es ist, wie wenn sie sagen würden: «Ich esse ja genügend Kohlenhydrate, Gemüse und Fleisch.» Ja, aber was ist mit den Vitaminen, Mineralstoffen, Vitalstoffen?

Es ist erwiesen, dass sich eine gesunde Ernährung nicht durch die Menge, sondern durch die Qualität beziehungsweise die Nährstoffdichte auszeichnet. Genauso ist es auch bei der Bewegung. Nicht allein das viel Bewegen ist entscheidend für die Gesundheit des Körpers. Vielmehr ist es die Qualität der Bewegung, welche langfristiges Wohlbefinden und Gesundheit verschafft.

Ohne das Training der kleinen, tiefschichtigen Balanciermuskulatur bewegen sie v.a. nur die äussern Muskelschichten, während die entscheidenden, kleinen Balanciermuskeln erschlaffen. Solange sie nicht täglich längere Zeit barfuss im Sand oder auf weich-elastischen Böden gehen , seiltanzen, spezielle Balancier- und Dehnungsübungen machen, werden sie darum unbeweglicher, weil Muskeldysbalancen sofort «Faszienverklebungen» hervorrufen, die den Bewegungsumfang der Gelenke verkleinern, d.h. im Laufe des Lebens immer unbeweglicher machen.
Was sind Faszien – und warum spielen sie eine Schlüsselrolle, wenn es um Beweglichkeit und Schmerzfreiheit geht?

Warum schlechte Bewegungsqualität – schmerzhaft – unbeweglich macht!

Die ganze Gebrechlichkeit entsteht wegen der falschen «Bewegeungsnahrung».

Diese bekommt er durch das Gehen auf flachen Alltagsböden in stützenden Schuhen. Der Körper legt sich ein Korsette an. Das müsste nicht sein! Die Faszienverklebungen limitieren die Bewegungen in gewissen Muskeln. Diese lösen im ganzen Körper eine Kettenreaktion aus. Da alles Muskeln im Körper miteinander verbunden sind. Umso kleiner der Bewegungsumfang wird umso  kleiner und unsicherer werden die Schritte. Die Haltung wird gebückter, da auch die Faszien im Rücken betroffen sind.
Angefangen hat alles im Fuss. In der Limitierung der kleinen Muskeln im Fuss und Schienbeinbereich durch das Gehen in ungeeigneten Schuhen auf den flachen Alltagsböden.

Der schmerzhafte Altersgang muss nicht sein – und eine Befreiung davon ist leichter möglich als sie denken!

Gehen und Stehen auf weich-elastischen Materialien macht es möglich, aus diesem Teufelskreis von Mangel an Bewegung der kleinen Balanciermuskeln – Muskeldysbalancen – Faszienverklebungen – Verspannungen – Blockaden – Schonhaltungen – Überlastungen – Arthrose – Schmerzen beim Gehen, Sitzen und Liegen auszubrechen.

Es ist, wie der erste Schluck Wasser nach stundenlangem Durst.