//Die Bedeutung der Körperhaltung

Die Bedeutung der Körperhaltung

Was genau IST Haltung? Als ich noch ein kleines Mädchen war, brachte man uns bei: „Schultern zurück, Bauch rein“ – und dass eine Dame NIEMALS nach unten schaut, wenn sie eine Treppe hinabsteigt. Wir haben gelernt, mit einem Buch auf unserem Kopf zu laufen. Ich bin mir sicher, dass sich viele hier an ähnliche Erfahrungen erinnern.

Eine gute oder optimale Haltung bedeutet, dass ein Gleichgewicht zwischen Muskulatur und Knochen besteht, das den Körper vor Verletzungen UND/ODER der schrittweisen Entstehung von Ungleichmäßigkeiten schützt. Mehr dazu in Kürze.

Eine falsche Haltung bedeutet, dass wir so sitzen, stehen oder uns bewegen, dass es zu einem Missverhältnis zwischen den verschiedenen Körperteilen kommt, hauptsächlich der Muskulatur. Dadurch entsteht eine übermäßige/erhöhte Belastung für manche Muskeln und andere Muskeln werden zu wenig beansprucht. Dies führt zu einem gestörten Gleichgewicht: Einige Muskeln werden schwach, andere verspannen sich. Einige werden gestreckt, andere verkürzen sich im Laufe der Zeit. Es kann Druck auf andere Weichteile entstehen, was zusätzliche Schmerzen oder Beschwerden sowie eine eingeschränkte Funktion hervorrufen kann.

Dies kann zu einem Fortschreiten oder zur Verschlimmerung unserer Probleme führen. Wie regelmäßige Leser bereits wissen, leide ich unter einigen Rückenproblemen, weshalb ich mir überhaupt erst kyBoot-Schuhe zugelegt habe.

Es müssen nicht unbedingt chronische Leiden sein, die zu einer falschen Haltung führen. Es können auch chronische Verhaltensweisen sein! Die häufigste dieser chronischen Verhaltensweisen ist, den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen. Büroarbeiter können das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom, auch Upper-Cross-Syndrom (UCS), entwickeln. Diese Personen können unter einem dauerhaft vorgestreckten Kopf, einer Halswirbellordose, abgerundeten Schultern und einer Brustkyphose leiden. Dies schließt einen verspannten/verkürzten oberen Trapezmuskel und Levator Scapulae sowie sechs weitere Muskel in dieser Region mit ein. Sieben Muskeln werden schwächer, darunter der Serratus Anterior, der Rhomboideus und der untere Trapezmuskel. Klingt nicht gut, oder?

Zu den möglichen Verletzungen gehören Kopfschmerzen, eine Sehnenentzündung des Bizeps und eine eingeklemmte Rotatorenmanschette. Chronische Verhaltensweisen können zu chronischen Leiden führen! Es ist wichtig zu wissen, dass die Rotatorenmanschette eigentlich aus vier verschiedenen Muskeln besteht: Infraspinatus, Subscapularis, Teres minor und Supraspinatus.

Wir tendieren dazu, unsere Art und Weise, wie wir sitzen, stehen oder uns bewegen, anzupassen, um mögliche Beschwerden oder Schmerzen zu lindern. Das nennt man Schonen. Das ist durchaus logisch im Falle von akuten Verletzungen, zum Beispiel bei einem gebrochenen Knöchel. Bei einem chronischen Leiden, wie beispielsweise meinem Rücken, ist das Schonen auf lange Sicht nicht besonders hilfreich, da es die Fähigkeit des Muskels reduzieren kann, diejenigen Strukturen zu unterstützen, die einen starken Muskel als Stütze benötigen. Die Muskeln der Körpermitte und die hintere Muskelkette unterstützen zum Beispiel die Wirbelsäule. Wenn ich aber nicht korrekt stehe, sitze oder mich bewege, dann funktionieren diese Muskeln im Laufe der Zeit nicht mehr so gut und meine Rückenschmerzen verschlimmern sich. Ich weiß es – ich habe es bereits erlebt!

Personal Trainer, Fitnesstrainer und ähnliche Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen wie Physiotherapeuten und Osteopathen können die Körperhaltung einschätzen. Ein Fitnesstrainer kann einen Kunden an einen entsprechenden Gesundheitsexperten verweisen, wenn dieser zusätzliche Hilfe benötigt. Er kann aber auch spezielle Übungen verschreiben oder Übungstechniken speziell anpassen, um geschwächte Muskeln zu stärken und die Haltung zu verbessern.

Was können SIE als einzelne Person unternehmen, wenn kein Fachmann zugegen ist, der Ihre Haltung beobachten kann? Lernen Sie, Ihr eigener Beobachter zu werden. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht bloß wissen, wie eine gute Haltung aussieht, sondern auch, wie sich diese ANFÜHLT. Ich habe ein sehr gutes Auge für auffällige Haltungen bei anderen Personen, musste mich aber sehr darauf konzentrieren, diese auch bei mir zu erkennen. Ich weiß, wo meine Knöchel im Verhältnis zu meinen Hüften sein sollten, wo meine Ohren im Verhältnis zu meinen Schultern sein sollten und wo meine Schultern im Verhältnis zu meinen Hüften sein sollten. Aber ich kann mich nicht ständig selbst sehen, und wir rutschen sehr einfach wieder in alte Verhaltensmuster. Es zu wissen und es auch umzusetzen sind zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn ich draußen laufe, beobachte ich beispielsweise meine Spiegelung im Schaufenster. Ich habe über die Jahre in gewissem Maß eine Kyphose und abgerundete Schultern entwickelt (ich hatte viele Jahre lang einen Schreibtischjob). Als Folge meiner Rückenprobleme habe ich außerdem die Tendenz, mich leicht nach vorne zu lehnen. Diese Aspekte einer schlechten Haltung kann man ganz einfach in einer Spiegelung erkennen.

Was kann ich unternehmen, wenn ich im Park bin und keine Schaufenster in der Nähe sind? Wenn ich meinem Körper Aufmerksamkeit schenke, kann ich fühlen, dass ich nicht gerade stehe. Ich weiß dann, dass ich keine gute Haltung habe, weil ich mich nach vorne lehne. Ich mache mir diese Mühe, um meine Haltung zu korrigieren.

Eine aufrichtige Warnung: Wenn man damit beginnt, kann es ganz schön ermüdend sein. Die Muskeln sind im Laufe der Zeit schwächer geworden, und es erfordert körperliche Anstrengung, sich in der richtigen Position zu halten und weiterzulaufen. Genauso wie diese Muskeln mit der Zeit schwächer wurden, WERDEN sie mit der Zeit auch wieder an Stärke gewinnen, wenn Sie durchhalten.

Ein Fitnesstrainer oder Gesundheitsexperte hat Ihnen eventuell tägliche Übungen verschrieben, und diese werden Ihnen mit Sicherheit auch helfen. Sich seiner Haltung den ganzen Tag über bewusst zu sein, führt jedoch zu schnelleren Ergebnissen.

Während ich das schreibe, fällt mir ein, dass es morgen zwölf Monate her ist, seit ich mir mein erstes Paar kyBoot-Schuhe gekauft habe. Während dieser 365 Tage habe ich meine kyBoot-Schuhe an 364 Tagen getragen. Ich denke, das sagt viel darüber aus, wie sehr mir meine kyBoot-Schuhe helfen, meine Haltung zu verbessern, meine hintere Muskelkette zu stärken und Schmerzen zu reduzieren. Das liegt am Design der Schuhe: Sie fördern eine korrekte Haltung und einen korrekten Gang. Sobald ich sie anziehe, verbessert sich auch meine Haltung. Mit der Zeit wird diese Verbesserung dauerhaft. So wie beim guten alten Sprichwort „Übung macht den Meister.“

Das heißt nicht, dass ich gar keine Rückenprobleme mehr habe. Ich leide unter degenerativen Strukturveränderungen meiner Lendenwirbelsäule. Wenn ich es an einem Tag völlig übertreibe oder Dinge mache, die ich nicht machen sollte (wie zu lange zu sitzen), dann leide ich immer noch unter steifen Muskeln und möglicherweise auch Schmerzen. Aber wenn ich mich richtig dehne, etwas laufe und mein Krafttraining durchführe, dann komme ich schnell wieder auf die Beine, auch ohne Schmerztabletten. Meine kyBoot-Schuhe waren eins meiner wichtigsten Hilfsmittel im Laufe der letzten zwölf Monate.

Ich empfehle dringend, einen Fachmann zu konsultieren, der die Haltung einschätzen und entsprechende Übungen verschreiben kann, die sich auf die Problemzonen konzentrieren. Die funktionelle Bewegung zu verbessern oder zu erhalten ist ein langwieriger und umfassender Prozess, zu dem das passende Schuhwerk, Dehnübungen, gezieltes Training (darunter Krafttraining) und das ständige Bewusstsein gehören, um nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.

Egal wie alt Sie sind, bewegen Sie sich so viel wie möglich.

Webseite von Robyn Dunphy: limberation.com

2018-07-11T12:34:14+00:00

About the Author:

Robyn Dunphy
Robyn Dunphy ist Buchhalterin und IT-Fachkraft. Als bei ihr die Autoimmunkrankheit Arthritis festgestellt wurde, hat sie sich umschulen lassen. Gemäß den Prinzipien der Schmerzbewältigung durch sportliche Aktivität und Neukonditionierung des Körpers suchte Robyn einen Job, bei dem sie sich viel bewegen konnte (und nicht nur die für Buchhalter typischen sitzenden Tätigkeiten ausführte). Heute ist Robyn Trainingsleiterin und unterstützt vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen. Robyn hat einen Bachelor of Business Administration, ist praktizierende Wirtschaftsprüferin und besitzt die Fitness-Zertifizierungen III und IV. Zudem hat Robyn den australischen „Working With Children Check“ absolviert, besitzt Erste-Hilfe-Zertifizierungen und ist ein professionelles Mitglied bei Physical Activity Australia und Move. Für Limberation schreibt Robyn über Schmerzbewältigung durch Bewegung.

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