//Ermutigen Ihre Ärzte Sie zum Training?

Ermutigen Ihre Ärzte Sie zum Training?

Letzten Monat habe ich einen Artikel über Gelegenheitstraining geschrieben, doch wie sieht es mit einem strukturierteren Trainingsansatz aus? Viele Träger von kyBoot-Schuhen leiden unter Erkrankungen des Bewegungsapparats. Auch ich zähle zu dieser Kategorie. Zudem sind viele von uns wahrscheinlich in ärztlicher Behandlung – entweder bei einem Allgemeinmediziner oder bei einem Rheumatologen oder einem anderen Spezialisten.

Über das Osterwochenende ist ein interessanter Bericht im Medical Journal of Australia erschienen: „Exercise: an essential evidence-based medicine“. Ich war hocherfreut, dass sich ein medizinisches Fachjournal mit dem Thema Sport beschäftigt!

Regelmäßige Bewegung ist äußerst nützlich für die Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention vieler chronischer Krankheiten. Es ist eindeutig bewiesen, dass körperliche Aktivität sich bei Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes, Adipositas, Erkrankungen des Bewegungsapparats, einigen Krebserkrankungen, psychischen Erkrankungen und Demenz positiv auswirkt.3 Doch es gibt noch immer eine große Evidenz-Praxis-Lücke zwischen dem Wissen von Ärzten über die Folgen körperlicher Untätigkeit in Bezug auf chronische Krankheiten und der regelmäßigen effektiven Überprüfung und Verordnung körperlicher Aktivität.

Letztes Jahr ist ein ähnlicher Bericht in Großbritannien erschienen: „GPs in England ‚unconfident‘ discussing physical activity with patients – report“.

Eine landesweite Studie hat jetzt ergeben, dass 80 % der Allgemeinmediziner in England sagen, dass sie mit den nationalen Richtlinien nicht vertraut sind, und mehr als ein Siebtel aller Ärzte sagen, dass es ihnen unangenehm ist, ihre Patienten auf das Thema körperliche Betätigung anzusprechen.

„Viele Menschen betrachten [körperliche Betätigung] als das kosteneffizienteste Arzneimittel, das es gibt, doch wir setzen es nicht angemessen ein“, so Justin Varney, Co-Autor der Studie von Public Health England (PHE). „Dabei ist es ebenso wichtig, darüber zu reden, wie über das Rauchen“, fügt er hinzu.

Als ich krank wurde, habe ich wortwörtlich folgenden medizinischen Rat erhalten: „Treiben Sie Sport.“ Nicht wie, was, wann, wie oft und wie intensiv, sondern nur: „Treiben Sie Sport.“ Wie wir wissen, bin ich sogar noch weiter gegangen: Ich habe mich als Privattrainerin zertifizieren lassen. Anschließend habe ich meinen Rheumatologen gefragt, welches Gewicht ich auf der Beinpresse seiner Meinung nach heben kann, ohne mich zu verletzen. Seine Antwort? „Bestimmt finden Sie das selbst heraus.“ Diese Antwort mag in meinem Fall angesichts meiner Qualifizierungen und Erfahrung durchaus gerechtfertigt sein. Einem Patienten, der bisher keinen Sport getrieben hat, hilft sie jedoch nicht weiter. Ich möchte betonen, dass ich meinen Rheumatologen NICHT kritisiere. Er ist ein hervorragender Rheumatologe, und ich würde diesen Artikel nicht schreiben, wenn er mich nicht zu körperlicher Betätigung animiert hätte. Ich teile diese Gespräche, um echte Beispiele für die beiden oben genannten Artikel zu liefern. Sport ist nicht die Disziplin, in der Ärzte ausgebildet sind, und das ist in Ordnung. Sie können nicht auf jedem Gebiet Experten sein, und ich möchte vor allem, dass mein Rheumatologie sich gut mit Rheumatologie auskennt!

Ein Mitglied in einer Selbsthilfegruppe für chronische Erkrankungen hat heute von einer ähnlichen Erfahrung berichtet und wurde im Grunde dazu aufgefordert „es selbst herauszufinden“.

Vor Kurzem habe ich einen Artikel mit dem Titel „Preventing Tomorrow‘s Pain“ geschrieben – oder vielmehr ein Video veröffentlicht. Ich teile dieses Video hier, weil ich JETZT, wenn ich das Video nach ein paar Tagen nochmals ansehe, einen deutlichen Unterschied zwischen meinem Auftreten / meiner Einstellung vor dem Laufen (nachdem ich den ganzen Tag in einer Konferenz gesessen hatte) und während des Laufens (natürlich in meinen kyBoot-Schuhen) sehe. Am nächsten Tag hatte ich wirklich keine Schmerzen und bin 1.000 Meter geschwommen.

Wenn Ihre Ärzte das Thema Sport nicht erwähnen, sprechen Sie es an. Ihre Ärzte müssen gar keine Bewegungstrainer sein, Sie müssen Ihnen nur zusichern, dass Sport Ihnen helfen kann, und Ihnen den ärztlichen Rat geben, sich sportlich zu betätigen. Menschen wie ich können den Rest übernehmen.

Die beiden oben erwähnten Artikel aus unterschiedlichen Ecken der Welt zeigen deutlich, dass körperliche Betätigung nicht einfach ignoriert werden sollte, nur weil Ihr Arzt nichts dazu sagt. Sport könnte die beste Medizin für Sie sein, auch wenn Ihr Arzt sie vielleicht nicht erwähnt hat.

Patienten begegnen gegenüber Sport als Behandlungsmethode mitunter skeptisch. Immerhin wissen wir instinktiv, dass Schmerz ein Warnsignal ist, und denken, dass wir unseren Körper schonen sollten. Doch die Wissenschaft zeigt, dass oft das Gegenteil der Fall ist. Womöglich haben wir Angst vor den ersten schmerzhaften Schritten. Ein Freund hat letztens gesagt: „Die Höhle, die du aus Angst nicht betreten möchtest, enthält den Schatz, den du suchst.“ Ich denke, dass sich das für viele Menschen auf Sport übertragen lässt. Wir möchten den Schatz: weniger Schmerz, keine Schmerzmittel, die Wiedererlangung unserer funktionellen Bewegung und die Aufrechterhaltung unserer Lebensqualität. Die Höhle ist Sport und Bewegung.

Wahrscheinlich lesen Sie diesen Artikel, weil Sie auf der Suche nach einer Lösung sind. Vielleicht recherchieren Sie. Haben Sie keine Angst, die Höhle zu betreten. Fragen Sie Ihre Ärzte. Sprechen Sie sie auf das Thema Sport an. Vergessen Sie nicht, dass das „Wie“ nicht ihr Spezialgebiet ist.

Sobald Sie Ihre kybun Schuhe haben, laufen Sie los.

Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise, die womöglich nicht in jeder Situation zutreffen. Wenn Sie Erkrankungen haben, sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen, bevor Sie Sport treiben. Wenden Sie die Prinzipien der Schmerztherapie beim Laufen an, wenn Sie mit einem Trainingsprogramm beginnen.

Webseite von Robyn Dunphy: limberation.com

2018-04-24T09:01:39+00:00

About the Author:

Robyn Dunphy
Robyn Dunphy ist Buchhalterin und IT-Fachkraft. Als bei ihr die Autoimmunkrankheit Arthritis festgestellt wurde, hat sie sich umschulen lassen. Gemäß den Prinzipien der Schmerzbewältigung durch sportliche Aktivität und Neukonditionierung des Körpers suchte Robyn einen Job, bei dem sie sich viel bewegen konnte (und nicht nur die für Buchhalter typischen sitzenden Tätigkeiten ausführte). Heute ist Robyn Trainingsleiterin und unterstützt vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen. Robyn hat einen Bachelor of Business Administration, ist praktizierende Wirtschaftsprüferin und besitzt die Fitness-Zertifizierungen III und IV. Zudem hat Robyn den australischen „Working With Children Check“ absolviert, besitzt Erste-Hilfe-Zertifizierungen und ist ein professionelles Mitglied bei Physical Activity Australia und Move. Für Limberation schreibt Robyn über Schmerzbewältigung durch Bewegung.

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