///Journalbericht 1: Kritischer Professor auf dem Weg zum kyBoot-Liebhaber

Journalbericht 1: Kritischer Professor auf dem Weg zum kyBoot-Liebhaber

Der Professor für Wirtschafts- und Arbeitswissenschaften und mehrfacher Buchautor, Michael Bartz, erforscht gerade das kybun Bewegungskonzept für den Alltag. In seinem Journal berichtet er Ihnen unzensierte Eindrücke. Wie alltagstauglich ist der Schweizer Luftkissenschuh wirklich?

Tag 1 – 12.000 Schritte – Jindo Caviar

  • Mittags fühlte es sich an, als wäre ich den ganzen Tag bereits gelaufen. Die Schuhe nehmen sehr viel der mechanischen Trittenergie auf.
  • Angenehmes Dämpfungsgefühl in der Stadt auf den harten Wegen.
  • Das Gehgefühl ist nicht ungewohnt. Auch seitlich fühlt sich der Schuh stabil an. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass ich seit einem Jahr bereits den kyBounder verwende.
  • Die Schuhe fühlten sich in der Früh erst zu kurz an – ich bin ein wenig mit den Zehen angestossen. Dieser Effekt ist aber über den Tag verschwunden.
  • Die Schuhe sind nur leider sehr weit. Schade, dass es kein engeren Schnitt gibt, wie bei Salamander und anderen Herstellern.
  • Der Fuss fühlt sich im Schuh etwas schwitzig an. Das hatte ich noch nie. Das muss man beobachten.

Tag 2 – 4.000 Schritte – Jindo Caviar

  • In der Früh etwas Schweregefühl in den Beinen. Das Laufen mit dem kyBoot fällt in der Früh auch etwas schwer. Über den Tag dann wieder normal und sehr angenehm. Sehr angenehm ist vor allem wieder der Dämpfungseffekt auf hartem Pflaster.
  • Zwei lange Zugfahrten, insgesamt fast 6 Stunden: Auch im Sitzen sind die Schuhe angenehm. – Insgesamt macht der Fuss aber doch wieder einen leicht schwitzigen Eindruck. Die Länge ist knapp. Immer wieder mal leichtes Anstossen mit den Zehen.
  • Die Schuhe wirken zum Anzug gut.

Tag 3 – 12.000 Schritte – 6 Stunden Vorlesung im Stehen – Jindo Caviar

  • Vielleicht ist es Einbildung, aber der Fuss beginnt beim Gehen richtig abzurollen und der Rücken streckt sich beim Gehen mehr und mehr. Die Zehen strecken sich beim Gehen auch immer weiter; diese sind ja in modischeren Schuhen normalerweise eher eingeengt in der Schuhspitze.
  • Während der Vorlesung war das Stehen erstaunlicherweise nach 2 Stunden sehr ermüdend und auch an der Fußsohle etwas schmerzhaft. Nach einer Pause ging es dann wieder.
  • Am Abend war aber keine Ermüdung mehr auf dem Heimweg beim Gehen zu spüren. Das Gehen ist weitaus angenehmer als das Stehen in den Schuhen derzeit.
  • Der Schuh fühlt sich weiterhin sehr weit an. Es wäre viel angenehmer, wenn es ein engeres Modell für einen flachen Rist gäbe.

Tag 4 – 10.000 Schritte – 4 Stunden Vorlesung im Stehen – Jindo Caviar

  • Die Füsse rollen definitiv viel stärker ab. Der Gang wird auch mit der Zeit aufrechter. Die Bauchmuskulatur übernimmt wieder eine tragende Rolle beim Gehen. Als würde sich der Körper Stück für Stück erinnern, wie man eigentlich normal und gesund geht – als natürlicher Reflex.
  • Am Abend sind die Füsse nicht müde. Und das Gesamtgefühl ist eher energetisch. Auch nach einem langen Tag. Denselben Effekt habe ich beobachtet, wenn ich auf der kybounder Matte am Schreibtisch arbeite. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Beobachtung, dass die Schuhe heute wieder Lust auf mehr Gehen gemacht haben. Ich bin wieder zu Fuss gegangen, statt den Bus zu nehmen.
  • Ich bin nur gespannt, wie lang das Sohlenprofil hält. Denn die mechanische Belastung im Fersenbereich muss schon hoch sein. Aber für den Körper ist es gut.
2016-12-22T13:14:56+00:00

About the Author:

Ist Professor für Wirtschafts- und Arbeitswissenschaften und mehrfacher Buchautor. Michael Bartz forscht zum Thema „New World of Work“. Gesunde Wissensarbeit durch Dynamisierung von Büroarbeitsplätzen gilt dabei sein besonderes Interesse.

5 Comments

  1. h-hofer@bluewin.ch'
    Heinz Hofer 5. Juli 2016 at 17:04 - Reply

    Ich besitze 3 Kybun-Schuhe, 1 Schlupfschuh, 1 Turnschuh und den Wanderschuh Matterhorn.
    Ich bin mit allen sehr zufrieden, vorallem der Wanderschuh begeistert total, keine Rückenschmerzen mehr beim bergablaufen, sehr griffige Sohle auch auf nassem Fels.
    Wir waren auf Lanzarote, viel auf Vulkangestein gelaufen und haben keine Beeinträchtigung der Sohle gesehen.
    Fazit: Man gewöhnt sich derart an die Schuhe, ich werde keine anderen mehr tragen.

  2. j.frei59@bluewin.ch'
    J. Frei 5. Juli 2016 at 22:21 - Reply

    Ich trage schon seit mehr als 6 Jahren kyBoots (zuvor jahrelang MBT).
    Dank der antibakteriellen Behandlung der Innen-Sohle und der Sohlen-Belüftung habe ich auch nach längerer Tragedauer keine „Stinkefüsse“ mehr. Nebst allen Vorteilen die dieser Schuh bietet habe ich aber bei mir auch Nachteile feststellen müssen.
    1. Bei längerem herumstehen wie zum Beispiel auf Messen ermüden die Füsse relativ schnell.
    2. Die Fusssohlen werden durch das tragen der Schuhe verweichlicht, was man dann beim barfussgehen über Steine schmerzhaft zu spüren bekommt.
    3. Nach etwas über zwei Jahren, reisst die die Sohle wegen Ermüdungserscheinungen aussen an den hochbelasteten Fersen, wie auch im Profil an der Unterseite, was mir bei einem CHF 300.– Schuh doch etwas früh scheint.

    • Karl Müller 12. Juli 2016 at 11:47 - Reply

      Lieber Herr Frei,

      1. Das ermüden Ihrer Füsse kommt daher, dass zahlreiche tiefe Muskeln aktiviert werden. Sie werden trainiert, was sich mit der Zeit anstrengend anfühlen kann. Wir empfehlen darum, bewusst „dynamisch“ zu stehen. Mit der Zeit macht man es dann unbewusst. Hier finden Sie zu den 6 Übungen des dynamischen Stehens: http://www.kybun.ch/ratgeber/kybun-uebungen-fuer-eine-bessere-wirkung/kybounder-spezialuebungen.html

      2. Ja, die Haut der Fusse wird sehr weich, fast wie eine Babyhaut. Der Vorteil ist, dass auch harte Haut verschwindet. Wenn man gerne ab und zu auf Kies und Steinen geht, muss das regelmässig zusätzlich trainiert werden. Ich mache das selber auch sehr gerne.

      3. Die dynamische Belastung der Materialien durch Millionen von Schritten ist viel höher als bei normalen Schuhen, weil unser Material weich-elastisch ist. Wir geben einen 2 Jahres-Garantie auf Materialfehler. Wir sind ständig daran, die Qualität zu erhöhen und die neusten Modelle sind noch widerstandsfähiger als die früheren.

  3. daysailer.2015@gmail.com'
    Thomas Berg 17. Oktober 2016 at 23:45 - Reply

    Guten Tag,ich war ca.18 Monate ein glücklicher Besitzer eines Kybun Schuh.
    Leider führte ein feiner Haarriss in der Sohle (Materialfehler) da zu das ich diesen
    wunderbaren Schuh nicht mehr tragen kann ! Die Funktion ist nicht mehr gegeben.Einen evtl.Neukauf unter diesen Umständen sehe ich leider keinen Sinn.
    MfG Thomas Berg

    • Karl Müller 20. Oktober 2016 at 16:26 - Reply

      Guten Tag Herr Berg, Es ist schade zu hören, dass Sie Ihre kyBoot nicht mehr geniessen können. Dürfen wir Ihre Mailadresse unserem Supportteam weiter geben? Dann werden Sie sich bei Ihnen melden,um eine Lösung zu finden.

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