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Wenn man etwas GROSSES vorhat:

Ich habe gerade etwas hinter mich gebracht, das die meisten von uns als Herausforderung empfinden. Ich bin in ein anderes Haus umgezogen. Streng genommen ist „Haus“ aber nicht der richtige Begriff. Ich bin in eine andere Wohnung gezogen. Auch wenn man gerne umzieht, ist dies eine der stressigsten Aktivitäten, die man sich antun kann. Es ist emotional anstrengend, aber auch körperlich. Besonders für diejenigen von uns, die Probleme mit dem Bewegungsapparat haben.

In meinem Fall ist Bücken das Hauptproblem. Beim Packen muss man sich SO OFT BÜCKEN. Man könnte das Packen und Umziehen komplett von einem Umzugsdienst erledigen lassen, aber nicht jeder von uns kann oder will sich das leisten. Ich ganz bestimmt nicht: Der Umzug selbst war schon teuer genug. Das Packen musste ich schon selbst erledigen.

Auch andere Ereignisse im Leben, wie Hochzeiten (unsere eigene oder die eines Familienmitglieds), Familienurlaube, Gemeinschaftsveranstaltungen, bei denen man an der Organisation beteiligt ist, oder Schulfeste können eine körperliche Herausforderung darstellen; die Liste ist endlos.

Wenn es um eine Hochzeit geht, bei der man selbst Mutter oder Vater einer Hälfte des glücklichen Paares ist, sind im Vorfeld eine Reihe zusätzlicher Dinge zu erledigen. Schließlich will man an diesem Tag auch selbst in Bestform sein.

Hier sind meine Tipps zum körperlichen Überleben, wenn unser Körper außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt wird, die Schmerzen hervorrufen oder Beschwerden neu aufflammen lassen können.

  1. Beginnen Sie früh mit der Planung und den Vorbereitungen. Hören Sie mit dem auf, was Sie gerade tun, wenn Sie Schmerzen verspüren. Planen Sie Ruhephasen ein.
  2. Nehmen Sie Hilfe an! Meine Tochter und mein Schwiegersohn halfen mir beim Packen. Ein Freund half mir nach dem Umzug beim Auspacken. Sagen Sie während der Organisation, „am großen Tag“ oder beim anschließenden Saubermachen nicht: „Nein, ich schaffe das schon.“
  3. Falls möglich, nehmen Sie Ihren Jahresurlaub. Ich nahm eine Woche frei.
  4. Lassen Sie sich NICHT dazu hinreißen, den Möbelspediteuren an dem Tag zu „helfen“ (falls Sie selbst umziehen, anderenfalls passen Sie diesen Tipp der Situation an). Sie haben aus einem bestimmten Grund Hilfe organisiert: Ob es bezahlte Fachkräfte oder Freiwillige sind – widerstehen Sie der Versuchung, sich selbst ins Getümmel zu stürzen.
  5. Absolvieren Sie weiter Ihre täglichen Dehnübungen. Solche Dinge lässt man leicht schleifen, wenn aufregende Ereignisse vor sich gehen. Ihre Dehnübungen sind jetzt sogar besonders wichtig, um dem Druck entgegenzuwirken, den Sie Ihrem Körper zumuten.
  6. Vielleicht wurde Ihnen auch Krankengymnastik verschrieben – führen Sie diese ebenfalls durch, aus den gleichen Gründen.
  7. Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Schlaf bekommen.
  8. Achten Sie auf Ihre Haltung. Da ich mich sehr häufig bücken musste, achtete ich sorgfältig darauf, über die Hüfte zu heben, um die Belastung für meine Wirbelsäule zu minimieren.
  9. Ergreifen Sie angemessene Maßnahmen, um Ihren Körper in dieser Zeit zu unterstützen. Ich zum Beispiel habe mir am zweiten Tag nach dem Umzug eine Massage gegönnt, um die Wehwehchen zu heilen.
  10. Essen Sie gut und achten Sie darauf, genug Protein aufzunehmen. Trinken Sie genug.
  11. Wenn es um ein großes gesellschaftliches Ereignis geht, empfehle ich Ihnen dringend, an diesem Tag Ihre kybun-Schuhe zu tragen. Mit „schicken“ Schuhen kommen Sie vielleicht gerade mal eine Stunde klar. Alles, was darüber hinausgeht, könnte zu Schmerzen führen und Ihnen den Tag verderben.

Jeder Mensch unterscheidet sich vom anderen, und genauso unterscheiden sich auch die Ziele und Fähigkeiten verschiedener Menschen.  Wenn Sie der Vater der Braut sind, mag Ihr innigster Wunsch für den Tag sein, Ihre Tochter zum Altar zu führen. Und vielleicht ist gerade das Laufen eine Herausforderung für Sie. Planen Sie weit voraus, üben Sie, holen Sie sich Rat bei Ihren Gesundheitsdienstleistern. Falls nötig, ziehen Sie Anpassungen in Erwägung: Prince Charles beispielsweise schritt kürzlich bei der königlichen Hochzeit mit Meghan auch nicht die volle Länge des Ganges ab.

Meine Herausforderung habe ich relativ unbeschadet überstanden. Ja, ich habe auf Panadol zurückgegriffen und mir am Umzugstag eine Wärmekompresse auf den Rücken gepackt, aber ich war selbst beeindruckt, wie gut mein Körper alles verkraftet hat. Dazu hat sicher auch der Jahresurlaub beigetragen, da ich nicht unter Termindruck stand. Ich kann eine Stunde arbeiten, eine Stunde ausruhen, meine Dehnübungen und meinen Sport machen, ohne dass ich ständig das Gefühl habe, mich beeilen oder irgendwo sonst sein zu müssen.

Kehren Sie so bald wie möglich zu Ihrem normalen Tagesablauf zurück. Ich nahm mir einen Tag frei vom Einrichten der neuen Wohnung, um die besagte Massage und einen langen Spaziergang zu genießen. In meinen kybun-Schuhen, versteht sich!

Mein Hauptziel – neben dem erfolgreichen Umzug – war es, sicherzustellen, dass ich nicht all die gute Arbeit, die ich im Laufe des letzten Jahres geleistet habe, zunichtemache. Auch wollte ich keinen neuen Schub Gelenkrheumatismus. Ich war zuversichtlich, dass alles gut laufen würde, wenn ich meine körperlichen Grenzen beachten, sie akzeptieren oder bei Bedarf um Hilfe bitten und mir genug Zeit für alles nehmen würde. Ob mein Rücken ein wenig steif ist? Ja, ein wenig. Allerdings habe ich keine quälenden Schmerzen und nehme auch keine Schmerzmittel. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich durchkomme, ohne dass mein Rücken sich etwas bemerkbar machen würde.

Ich habe noch ein paar Kisten, die auf die obersten Regale im Kleiderschrank gehoben werden müssten: Es ist nicht schlimm, wenn die so lange auf dem Boden stehen bleiben, bis jemand zu Besuch kommt, der es besser kann als ich! Ja, die Versuchung ist groß, aber ich mache das NICHT selbst! Halten Sie sich an Ihre Regeln!

Schnell erliegt man der Versuchung, diese Kisten hochzuheben, Absätze zu tragen, die Dehnübungen auszulassen. Aber dann bezahlen wir dafür. Wenn wir schon angeschlagen sind, müssen wir mit unserem Körper besonders sorgsam umgehen.

Webseite von Robyn Dunphy: limberation.com

2018-09-04T11:30:26+00:00

About the Author:

Robyn Dunphy
Robyn Dunphy ist Buchhalterin und IT-Fachkraft. Als bei ihr die Autoimmunkrankheit Arthritis festgestellt wurde, hat sie sich umschulen lassen. Gemäß den Prinzipien der Schmerzbewältigung durch sportliche Aktivität und Neukonditionierung des Körpers suchte Robyn einen Job, bei dem sie sich viel bewegen konnte (und nicht nur die für Buchhalter typischen sitzenden Tätigkeiten ausführte). Heute ist Robyn Trainingsleiterin und unterstützt vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen. Robyn hat einen Bachelor of Business Administration, ist praktizierende Wirtschaftsprüferin und besitzt die Fitness-Zertifizierungen III und IV. Zudem hat Robyn den australischen „Working With Children Check“ absolviert, besitzt Erste-Hilfe-Zertifizierungen und ist ein professionelles Mitglied bei Physical Activity Australia und Move. Für Limberation schreibt Robyn über Schmerzbewältigung durch Bewegung.

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