//Zurück in der Spur

Zurück in der Spur

Eine Dekonditionierung des Körpers kann zu gravierenden Problemen führen. Das gilt insbesondere für Menschen mit chronischen Leiden wie rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis und Fibromyalgie. Ebenso betroffen können Personen sein, die langwierige Behandlungen wie eine Chemotherapie hinter sich haben. Wenn wir uns unwohl fühlen, haben wir oft das Bedürfnis, uns auszuruhen. Doch wer viel Zeit im Sitzen oder Liegen verbringt, macht alles nur noch schlimmer. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass der Mensch keine Ruhephasen benötigt. Sicher ist aber, dass zu viel Ruhe Beschwerden verstärkt. Wenn wir uns ständig ausruhen, findet in unserem Körper ein Dekonditionierungsprozess statt.

All diese Faktoren wirken sich negativ für uns aus. Heute möchte ich mich speziell auf die Muskeln, Gelenke, Knochen und Nerven konzentrieren. Laut Dr. David Tom, einem Schmerztherapeuten aus den USA, betrachten Patienten, die sich gut mit ihrer Krankheit arrangiert haben, Bewegung als Medizin. Diese Denkweise finde ich super. Bewegung ist zweifellos eines der besten Heilmittel.

Nehmen wir das Beispiel eines Tennisspielers. Man sieht auf den ersten Blick, dass die Muskeln im Schlagarm wesentlich definierter sind als auf der anderen Seite. Oder damals in der Schule, wenn sich jemand einen Arm gebrochen hatte und der Gips abgenommen wurde – jeder sah, dass der Arm merklich „geschrumpft“ war. Hier gilt das alte Sprichwort „Wer rastet, der rostet“. Natürlich nutzen Tennisspieler ihre Armmuskulatur besonders intensiv; aber auch für unsere Muskeln gibt es in der Regel nur zwei Optionen: Entweder wir trainieren und stärken unsere Muskeln und erhöhen so unsere Lebensqualität, oder wir vernachlässigen sie und lassen sie verkümmern.

Im Fitness-Bereich sprechen wir von muskulärer Dysbalance infolge einer Verkümmerung oder Überbeanspruchung des Muskelapparats. Beide halten uns davon ab, unsere Ziele zu erreichen. Personen mit einem chronischen Leiden versuchen oft, den betroffenen Teil ihres Körpers zu schonen. Ich hatte einen Bandscheibenvorfall und leide am Facettensyndrom. Mir fiel auf, dass ich meine Haltung unbewusst änderte, um den Schmerz zu lindern. Ich erreichte aber nur ein Ungleichgewicht der rückseitigen Muskelkette meines Körpers. Eine Seite wurde schwächer, die andere musste die ganze Arbeit erledigen.  Ich kam vom Regen in die Traufe! Ich verbesserte also meine Haltung und stärkte den schwachen Bereich.

Wenn wir an Muskelkraft verlieren, verlieren unsere Gelenke den nötigen Halt. Das Ergebnis sind steife, knackende Gelenke. Logisch, dass wir uns da noch weniger bewegen wollen – ein Teufelskreis.

Für mich sind kyBoot-Schuhe zu einem unverzichtbaren Teil meiner Therapie geworden. Sobald ich sie anziehe, merke ich, wie sich meine Haltung verbessert. Das Laufen fühlt sich angenehm an, also laufe ich einfach weiter. Ich trage kyBoot jeden Tag.

Seit Januar dieses Jahres verspürte ich starke Schmerzen in meiner rechten Gesäßhälfte. Die Ärzte vermuteten, dass das Problem vom Lendenwirbelbereich herrührte. Letzten Monat machte ich schließlich eine Kernspintomographie und wurde in dieser Einschätzung bestätigt. Doch selbst trotz dieser Widrigkeiten bin ich seit vier Wochen im Gesäßbereich schmerzfrei.

Jetzt kann ich nicht nur länger beschwerdefrei laufen, sondern mich auch natürlicher bewegen. Meine Oberschenkelmuskulatur ist weniger angespannt, und ich kann sogar meine Zehen wieder berühren.

Sehen Sie sich das folgende Video von der kybun-Seite „Bewegung“ an (http://blog.kybun.com/bewegung/):

 

So laufen die wenigsten von uns in schöner Regelmäßigkeit. kyBoot bringt uns dazu, wieder natürlich zu gehen. Das bedeutet, dass meine Muskeln und Gelenke wieder so arbeiten, wie sie es sollen. Meine Beschwerden sind deutlich zurückgegangen!

Dann ist da das Thema Bewegungsarmut. Selbst wenn wir nicht unter einer chronischen Krankheit leiden, bewegen wir uns viel weniger, als gut für uns ist. Ich liebe dieses kleine Video, das unsere Vergangenheit mit der Gegenwart vergleicht. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen: In einer früheren Führungsposition musste ich nur in den Firmenwagen steigen, zur Arbeit fahren, im Untergeschoss parken und den Aufzug zu meinem Büro nehmen. Dort saß ich natürlich den ganzen Tag (2.000 Schritte waren ein aktiver Tag!). Nach Feierabend dann das Ganze in umgekehrter Reihenfolge. Kein Wunder, dass ich hilflos war, als ich plötzlich mit Arthritis konfrontiert wurde.

 

Inzwischen hat sich mein Leben von Grund auf geändert. Ich nehme mir genügend Zeit, um mich zu BEWEGEN. Außerdem mache ich Krafttraining. Hier trainiere ich die Muskeln meiner unteren Körperhälfte. In meinen kyBoot-Schuhen, versteht sich!

Ich kann jetzt 3,5 Kilometer ohne Pause zurücklegen, was für mich einen erheblichen Fortschritt bedeutet. kyBoot-Schuhe haben mir definitiv dabei geholfen, aktiver zu werden und meine Lebensqualität zu steigern. Wenn ich einen Kurs im Schmerztherapiezentrum besucht habe, laufe ich den größten Teil des Heimwegs zurück und genieße es, an der frischen Luft unterwegs zu sein.  Ich mag es, den Ruderbooten auf dem Fluss nachzusehen.

Ich liebe das Rauschen der Fontänen (Domain Gardens, Melbourne). Ruderboote auf dem Yarra River, Melbourne, Australien. Ich kann mir Zeit lassen und die Umgebung genießen, da Laufen für mich nicht länger eine Qual ist.

Blog von Robyn Dunphy: limberation.com

2017-11-27T09:37:08+00:00

About the Author:

Robyn Dunphy

Robyn Dunphy ist Buchhalterin und IT-Fachkraft. Als bei ihr die Autoimmunkrankheit Arthritis festgestellt wurde, hat sie sich umschulen lassen. Gemäß den Prinzipien der Schmerzbewältigung durch sportliche Aktivität und Neukonditionierung des Körpers suchte Robyn einen Job, bei dem sie sich viel bewegen konnte (und nicht nur die für Buchhalter typischen sitzenden Tätigkeiten ausführte). Heute ist Robyn Trainingsleiterin und unterstützt vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen. Robyn hat einen Bachelor of Business Administration, ist praktizierende Wirtschaftsprüferin und besitzt die Fitness-Zertifizierungen III und IV. Zudem hat Robyn den australischen „Working With Children Check“ absolviert, besitzt Erste-Hilfe-Zertifizierungen und ist ein professionelles Mitglied bei Physical Activity Australia und Move. Für Limberation schreibt Robyn über Schmerzbewältigung durch Bewegung.

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